Weilheim

Kamran kam 2015 nach Hohenpeißenberg. In seiner Heimat Pakistan hatte er nie eine Schule besucht und konnte daher weder lesen, noch schreiben, noch rechnen. Neben einer fremden Sprache lernte er mit viel Energie und Willen all diese Dinge – mit Unterstützung durch Leopold Mühlegger, der ihn während dieser ganzen Zeit und auch im Laufe seiner Ausbildung zum Maler und Lackierer beim Lernen unterstützte.Mittlerweile ist Kamran fertig ausgebildeter Facharbeiter, lebt in einer eigenen Wohnung, hat viele Freunde gefunden und macht gerade seinen Führerschein. Herr Mühlegger begleitet ihn weiterhin sehr freundschaftlich.

Foto: Emanuel Gronau

Zwischen Faith und ihre Unterstützerin Monika Bitzl entstand eine tiefe Freundschaft, die mit der Patenschaft für die zweite Tochter noch weiter vertieft wurde. Mittlerweile hat Faith Duru vier Kinder, sie ist immer sehr interessiert mit Deutschen in Kontakt zu kommen. Ab Herbst besucht sie die Sozialpflegeschule, sie möchte Altenpflegerin werden. Frau Bitzl wird sie auch weiterhin eng begleiten und ist davon überzeugt, dass Faith ihren Weg bei uns in Deutschland machen wird.

Foto: Emanuel Gronau

Issa Pene stammt aus dem Senegal. Er kam im Oktober 2013 nach Deutschland und lebt seitdem in Weilheim. In seinem Heimatland hat er nie eine Schule besucht; trotz Fehlens jeglicher Schulbildung hat Issa mit großer Motivation die deutsche Sprache erlernt, er liest regelmäßig Zeitung und verfolgt mit großem Interesse das politische Geschehen in der Welt. Mit seinem ehrenamtlichen Unterstützer Heiner Putzier verbindet ihn, neben diesem Interesse an der Politik, die große Liebe zur Natur und dem garteln. Auf dem Sonnenacker in Weilheim bauen sie seit ein paar Jahren gemeinsam Gemüse an. Auch beruflich ist Issa auf einem sehr guten Weg. Seit September 2020 macht er eine Ausbildung zum Maler und Lackierer. Auf die Unterstützung und Begleitung von Heiner Putzier kann er sich auch dabei immer verlassen. 

Foto: Emanuel Gronau

Direkt 2015, als sehr viele Geflüchtete in unseren Landkreis kamen, habe ich, Elisabeth Müller, mich in der Gemeinschaftsunterkunft „Ammermühle“ in Rottenbuch engagiert. Zunächst habe ich nur Deutschkurse angeboten, aber schon bald äußerten einige der Bewohner den Wunsch nach Arbeit und Ausbildung. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ haben mein Mann Johann Bründl und ich uns dann in das Abenteuer der Asylbürokratie gestürzt, was oftmals sehr frustrierend sein kann! Dank des Fleißes und der Ausdauer unserer mittlerweile 19 Schützlinge (Immy Nakalyango, Herman SSEMUJU, Mohammad Hazara, Maisam Hamdard, Zaman Behboodi, Wahed Yawari, Zalmai Nasir, Sayed Mosavy, Mustafa Sekandari, Kennedy Mukwaya, Ali Ibrahimi, Nevaz Haidar, Familie Abada mit 3 Kindern sowie Adel Bytmouni mit seine Frau Amal) und der Unterstützung ihrer Arbeitgeber haben viele von ihnen eine Ausbildung begonnen und erfolgreich abgeschlossen. Alle haben ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Viele haben außerdem den Führerschein gemacht und sind inzwischen in eigenen Wohnungen sehr gut in unsere Gesellschaft integriert. Einige haben auch bereits die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, und es gibt sogar ein Hochzeitspaar. Wir sind sehr gespannt, was die Zukunft für unsere Jungs und Mädels bereithält und werden sie gerne weiterhin unterstützen.

Foto: Emanuel Gronau